HGSS
backhills

Ratgeber

Dieser Abschnitt und die folgenden Seiten dienen dazu, Ihren Aufenthalt in der Natur sicher zu gestalten. Die Tipps wurden von Bergrettern aus ihrer langjährigen Erfahrung und aus der Erfahrung von Extremsportlern mit bestimmten Aktivitäten, verfasst.

Wir hoffen, dass die Tipps Ihnen bei der Bewältigung Ihrer Aktivitäten helfen. Wenn auch nur einer dieser Tipps zur Unfallverhütung führt, ist die Existenz dieser Website völlig gerechtfertigt!

Im Falle eines Unfalls

SICHERHEITSREGELN

EMPFEHLUNGEN FÜR BERGSTEIGEN IM HOCHGEBIRGE

KLETTERN

Skifahren und Rodeln

Speläologie

Wassersport

Höhlentauchen

Mountainbiking

Im Falle eines Unfalls

Die erste Voraussetzung, um das Richtige zu tun, ist, Ruhe zu bewahren, sich und die anderen zu beruhigen.

Im falle eines unfalls:

  • Die erste Voraussetzung, um das Richtige zu tun, ist, Ruhe zu bewahren, sich und die anderen zu beruhigen.
  • Schützen Sie das Unfallopfer und sich selbst bestmöglich vor drohender Gefahr (vor Stürzen, Steinschlag, Ersticken, vor Kälte, Feuchtigkeit usw.)
  • Leisten Sie erste Hilfe im Rahmen Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Markieren Sie den Ort des Unfalls oder den Ort, an dem sich die verletzte Person befindet (insbesondere im Winter).
  • Benachrichtigen Sie die HGSS unverzüglich über den Unfall

 

Die MELDUNG eines Unfalls in den Bergen oder einem anderen unzugänglichen Gelände, in dem HGSS-Unterstützung erforderlich ist, kann über diese Wege erfolgen:

  • Die kroatische Notrufnummer, Tel: 112
  • Telefonnummern der lokalen Stationen des kroatischen Bergrettungsdienstes
  • An HGSS-Dienstpunkten in den Bergen; Dies sind normalerweise Berghütten, die gut erkennbar mit dem Zeichen und den Informationen des HGSS gekennzeichnet sind
  • Die Polizei, Tel.: 192
  • Den medizinischen Rettungsdienst Tel.: 194
  • Jedes Mitglied des kroatischen Bergrettungsdienstes

 

Die Unfallmeldung sollte folgende Informationen enthalten:

  • Wer meldet (Name, Nachname, Telefon / Mobiltelefon), damit er / sie für weitere Informationen kontaktiert werden kann
  • woher er berichtet und wie er von dem Unfall erfahren hat (als Augenzeuge oder Vermittler),
  • Unfallort (genaue Beschreibung)
  • wer verletzt ist (Nachname, Name, Alter, Adresse)
  • was ist passiert (Ursache und Art der Verletzungen)
  • was bisher getan wurde (geleistete erste Hilfe, wer wurde informiert)
  • Wetterbedingungen am Unfallort
  • Zustand der Zufahrtsstraße zur Unfallstelle.

 

HILFERUF:

Ein Hilferuf in den Bergen oder Felsen wird durch Licht oder Rufzeichen gegeben. Der Hilferuf und die Antwort sollten wiederholt werden, bis eine starke und klare Verbindung hergestellt ist. Hilferuf wird jede zweite Minute sechsmal pro Minute gegeben, und alle zwei Minuten werden dieselben Zeichen

dreimal beantwortet. Der Hilferuf kann auch durch die Position des Körpers angezeigt werden, indem der Körper in die Position „Y“ – „Ja“ gebracht wird (aufrechter Körper mit ausgestreckten Armen),

Sowie dem Abfeuern von roten Signalraketen, Fackeln oder Rauchdosen.

SICHERHEITSREGELN

Die Sicherheitsregeln, die der HGSS vorgeschlagen hat, werden vom Amt für Zivilschutz angeordnet.

Die Sicherheitsregeln für Maßnahmen und Verhaltensregeln für Personen, die an Aktivitäten in Bergen und anderen unzugänglichen Gelände teilnehmen, regeln allgemeine und besondere Maßnahmen, Arten von Aktivitäten und Verhaltensregeln für deren Teilnehmer.

EMPFEHLUNGEN FÜR BERGSTEIGEN IM HOCHGEBIRGE

Hochgebirge sind Gebiete höher als 3500m über dem Meeresspiegel. Warum ist das die Grenze? Weil der durchschnittliche Mensch in dieser Höhe oder darüber gesundheitliche Probleme bekommt und die Vitalfunktionen eingeschränkt sein können.

Reduzierter atmosphärischer Druck

Begründung: Auf Meereshöhe, 0 m über dem Meeresspiegel, beträgt der Luftdruck 1 Bar, auf einer Höhe von 10000m circa 0 Bar. Auf 3500m sind es also (ungefähr) 0,65 Bar, auf 5000m 0,5 Bar und auf 8000m nur noch 0,2 Bar. Abhängig vom genetischen Merkmal kann jede Person dem Druck unterschiedlich standhalten ohne gesundheitliche Probleme zu bekommen. Einige schaffen es auf 3500m, andere auf 5500m und manche auf 7000m. Körperlich fitte Menschen können sich leicht an 5000m gewöhnen, und sie können sich in 7000m akklimatisieren. Aber nach 7000m kann sich niemand mehr akklimatisieren; Das ist die sogenannte „Todeszone“. Man kann eine Weile in dieser Zone bleiben (ein, zwei, drei Tage), mit der Folge, dass diese Person immer schwächer wird. Wenn sie nicht unter 7000 m zurückkehrt, kann sie nicht überleben. Der Sauerstoffpartialdruck bei 1 Bar beträgt 0,21 Bar und bei 0,5 Bar 0,105 Bar sowie bei 8800m 0,025 Bar. Also vereinfacht auf den Punkt gebracht: Es gibt keinen Sauerstoff mehr in der Luft.

Wie reagiert der Körper?

Entweder der Körper passt sich bis zu einem gewissen Grad an, oder es gibt keine Anpassung, dies führt zu schwerer Krankheit, bis zum Tod. Es kommt zur Höhenkrankheit, die zur Anpassung (man gewöhnt sich daran) oder zu einer Verschlechterung des Zustands führt. Das beste Mittel ist dann, ins Tal hinabzusteigen.

Niedrige Temperaturen

Die Umgebungstemperatur (Luft, Erde, Gestein…) nimmt mit zunehmender Höhe ab. Eine einfache Regel ist 1 Grad C weniger je 100 m Höhenunterschied. Wenn also die Temperatur auf Meereshöhe 20 Grad beträgt, beträgt die Temperatur auf 8800 Metern (Mount Everest) Minus 68 Grad. Dies ist nur eine grobe Berechnung, die in niedrigeren Höhen besser gültig, aber nicht weit von der Wahrheit entfernt ist.

Beispiel: Das Basislager am Everest auf der Nordseite (d. h. unterhalb des Berges) liegt auf 6600 m. Luftdruck, Sauerstoffpartialdruck, Temperatur? (rechne es aus!), und es gibt keinen einzigen Ort, an dem man sich aufwärmen kann. Es gibt weder Berghütte, Gasthaus oder Café. Nur ein Zelt, in dem man Essen und heißes Wasser kochen kann, und drinnen ist es auch nicht warm. Stelle Dir vor, dies ist der beste, bequemste und wärmste Ort für die nächsten 60 Tage. Alles andere wird nur noch schlimmer.

 

Morphologie der Hochgebirge

Natürlich sind alle Hochgebirge steil. Wir alle kennen einige Beispiele für mildere (besser zugängliche) Hochgebirge: Mont Blanc, Kilimanjaro, Aconcagua und so weiter. Alle anderen hohen Berge der Welt sind steil. Dort sind Sie von den gleichen Gefahren bedroht wie im Untergebirge: Ausrutschen, Steinschlag, Erschöpfung, beim Wandern, durch Nebel oder Unterkühlung; nur viel kälter, mit viel weniger natürlichen Passagen und Übergängen, viel weniger Sauerstoff, viel mehr Lawinen, viel weniger Menschen, keine einfache Rettung oder gar keine Rettung.

 

Isolation

Wir gehen ins Hochgebirge (aus vielen anderen Gründen), um den Menschenmassen auszuweichen und endlich auf einem Gipfel allein zu sein. Diese Einsamkeit hat ihre Schattenseiten.

Beispiel: Eine Gruppe versucht, einen Trekkinggipfel im Himalaya zu besteigen, nichts Besonderes 5, 6 Tausend Meter. Jeder fängt an, aber sie geben langsam auf, sie können nicht mehr. Nur den Besten gelingt es, er als einziger kann auf diese Höhe klettern. Er wird schwach (Höhenkrankheit, verstaucht sich das Bein, seine Finger frieren ein…) und kann nicht wieder runter. Freunde können ihm nicht helfen, weil sie mit ihm sowieso nicht an die Spitze kommen konnten. Sie rufen einen Hubschrauber, aber er kann in dieser Höhe nicht fliegen. Es gibt keine organisierte Bergwacht. Sie schauen sich mit einem Fernglas an und sprechen mit Radiosendern und per Satellitentelefon mit ihrer Heimat, aber alles umsonst …

 

Es gibt viele grausame Beispiele nachzulesen, die im Hochgebirge passiert sind. Aber wenn Sie diese Orte besuchen möchten (wie ich selbst), achten Sie auf Folgendes:

  • Sammeln Sie Erfahrung mit niedrigeren Bergen
  • Mit Ausnahme weniger Hochgebirge, die nicht so steil sind, erfordern alle anderen Bergsteigerkompetenz
  • Gehen Sie niemals allein ins Hochgebirge
  • Lerne deine(n) Bergsteiger Partner gut kennen
  • Rüste dich mit dem Besten aus (nicht das Beste, was du dir leisten kannst, sondern das Beste das es zu kaufen gibt)
  • Studiere dein Ziel – wenn möglich
  • Erfolg hängt von der körperlichen Fitness ab
  • Erfolg hängt von der mentalen Bereitschaft ab
  • Erfolg hängt vom Glück ab
  • Sei konsequent
  • An die Spitze zu gelangen ist weniger als die Hälfte
  • Gib auf, solange du noch kannst, überschätze dich nicht selbst
  • Gib nicht dem Gruppenzwang nach, wenn du es dir nicht zutraust
  • Im Hochgebirge kann man das Internet nicht nutzen, halten Sie Informationen auf anderem Wege bereit.

KLETTERN

Sie können auch gut von einer Person etwas lernen, die eine Kletterschule abgeschlossen hat und/oder einige Jahre Erfahrung im Klettern gesammelt hat. Sie müssen jedoch absolut sicher sein, dass die Person die Techniken und Kenntnisse des Sportkletterns oder des Bergsteigens vollständig beherrscht, bevor Sie sie als Ihren Lehrer akzeptieren. Selbst wenn Sie die Sportkletter- oder Bergsteigerschule abgeschlossen haben, sollten Sie am Anfang mit jemandem klettern, der erfahrener ist als Sie, bis Sie Vertrauen in sich selbst gewinnen. Nützliche Tipps von einem erfahrenen Kletterer helfen Ihnen dabei, viel schneller und sicherer voranzukommen.

Sicherheitsausrüstung:

Obwohl der Helm bei Sportkletterern unbeliebt ist, besteht immer die Möglichkeit von Kopfverletzungen (bröckelnder Stein, Klettern in mehreren Längen,). Setzen Sie den Helm unbedingt auf Ihren Kopf. Für Kletterer ist ein Helm ein obligatorischer Bestandteil der Ausrüstung.

Ausrüstungskontrolle

Stellen Sie beim Kauf oder mieten der Ausrüstung sicher, dass diese über den Sicherheitsstandard verfügt, der garantiert, dass die Geräte die erforderlichen Produktsicherheitstests bestanden haben. Seien Sie vorsichtig, von wem und wo Sie Geräte ausleihen. Ein Karabiner, ein Sicherungsgerät oder ein anderes Metall- oder Kunststoffgerät, das aus großer Höhe auf eine harte Oberfläche gefallen ist, sollte als unzuverlässig angesehen und muss sicherheitsbedingt entsorgt werden. Es können unsichtbare Risse und Brüche auftreten, die zu größeren Schäden im Metall oder Kunststoff führen können.

Überprüfen Sie Ihr Wissen und das Wissen Ihres/Ihrer Partner(s) im Umgang mit Kletterausrüstung und den entsprechenden Techniken:

Die (Ab)Sicherer können durch schlechte Handhabung der Sicherungsgeräte schwere Unfälle verursachen

Selbst die erfahrensten Kletterer können das Seil falsch anschnallen oder den Gurt nicht zweimal durch die Sicherheitsschnalle ziehen. Überprüfen Sie diese Dinge immer wieder.

Kommunizieren Sie mit Ihrem Partner

Der Sicherer und der Kletterer sollten immer wissen, was der andere vorhat. Wenn ein Kletterer den Stand erreicht, ist es wichtig, dass der Sicherer weiß, was der Kletterer vorhat, ob er sich abseilt, ablässt oder weiter klettern will.

Informationen zum Klettergebiet

Erkundigen Sie sich nach der Kletterroute, nach der Länge, Qualität der Bolten (Bohrhaken) und den Fels Standplätzen. Unfälle ereigneten sich oft, weil das Seil zu kurz war, so dass das Ende des Seils durch die Sicherungsgeräte rutschte, es am Ende der Kletterroute keinen Stand gab oder der Stand sich auf alten Bolten befand.

Klettertraining

Besuchen Sie regelmäßig Kletterhallen mit künstlichem Fels. Dies ermöglicht es Ihnen, genügend Kraft und Flexibilität zu erlangen. Nehmen Sie regelmäßig an Kletter- oder Bergsteigerausflügen teil. Durch regelmäßiges Klettern gewinnen Sie die nötige Erfahrung, Kenntnisse und Sicherheit. Wenn Sie lange nicht geklettert haben, wiederholen Sie alle Klettertechniken, bevor Sie zum Felsen gehen.

Skifahren und Rodeln

Untersuchungen haben gezeigt, dass 60% der Verletzungen auf Skipisten verhindert werden können, wenn die Beteiligten sich vorher über die Sicherheit informieren.

Aufgrund der langjährigen Erfahrung im Skifahren und der Erfahrung im Rettungseinsätzen als Bergretter raten wir:

  • Vor jeder Saison Skiausrüstung aufs Neue prüfen (selbst, wenn Sie diese kennen oder bei einem Skiservice ausleihen).
  • Wählen Sie eine Skipiste, die Ihren Skikenntnissen entspricht
  • Halten Sie NIE in der Mitte der Piste an, sondern NUR am Rand
  • Erhalten oder verbessern Sie Ihre körperliche Fitness
  • Präparieren Sie Ihre Skier und die Lauffläche entsprechend
  • Es ist besonders wichtig, regelmäßig die Kanten zu schleifen
  • Überprüfen Sie die Skibindungen

 

10 Regeln des Internationalen Skiverbandes (FIS) zur Sicherheit in Skigebieten

  1. Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder- Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.
  2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise- Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.
  3. Wahl der Fahrspur- Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.
  4. Überholen – Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.
  5. Einfahren und Anfahren und hangaufwärts Fahren- Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Skiabfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.
  6. Anhalten- Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.
  7. Aufstieg und Abstieg- Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.
  8. Beachten der Zeichen- Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalzeichen beachten.
  9. Hilfeleistung- Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet. Das müssen Skifahrer bei einem Skiunfall beachten
  10. Ausweispflicht- Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

 

Rodeln ist eine wundervolle Erfahrung, aber im Moment fehlt es an echten, nur für Rodler präparierten Pisten. An vielen Orten mischen sich Skifahrer und Rodler, was besonders gefährlich ist und bei Kollisionen zu vielen schweren Unfällen führt. Es ist daher Folgendes notwendig:

  • Beachten Sie die Hinweisschilder zum Rodeln auf Skipisten
  • Rodeln nur an bestimmten zugelassenen Stellen
  • Achten Sie besonders auf jugendliche Skifahrer da sie plötzlich nach links oder rechts abbiegen können. Dann ist eine Kollision unvermeidlich.
  • Vermeiden Sie es, bis zum Fuße des Berges zu rodeln, da die Wege oft schmal, vereist und voller Fußgänger sind.

Speläologie

Die Höhlenforschung ist eine schöne, aber auch potenziell gefährliche Aktivität, die zu Unfällen führen kann. Daher empfehlen wir jedem, der beabsichtigt, an dieser Aktivität teilzunehmen, einen speläologischen Kurs in einer Vereinigung zu absolvieren, um sich sicher in einem speläologischen Objekt zu bewegen.

Ausbildung und Kompetenz:

Regelmäßige Besuche speläologischer Objekte sowie das regelmäßige Üben speläologischer Techniken und Selbstrettungstechniken sind die Grundvoraussetzungen für eine sichere Höhlenforschung. Wenn Sie eine längere Pause hatten und planen, wieder an eine Höhlenerforschung zu gehen, wiederholen Sie alle speläologischen Techniken am Felsen bei Tageslicht mit einem erfahrenen Höhlenforscher.

 

Bevor Sie zum Höhlenwandern/ Caving gehen:

Informieren Sie jemanden im Vorfeld über die Tour, teilen Sie ihm mit, wann man zurück ist und ab wann die Höhlenrettung zu informieren ist. Achten Sie bei der Auswahl einer Tour auf Ihre körperliche Fitness und Ihr technisches Wissen. Machen Sie sich über hydrologische Eigenschaften des Objektes vertraut, steigende Wasserspiegel und achten Sie auf Wettervorhersagen, bzw. Frühjahr und Herbst, wenn der stärkste Niederschlag fällt. Gehen Sie nicht in Abgründe, bzw. in aktiven Wasserhöhlen oder Höhlen, die mit Wasser gefüllt sind.

Wenn es sich um eine Entdeckungstour handelt, wird empfohlen, die Morphologie der Einrichtung zu untersuchen, die Teammitglieder zu kennen, die Aufenthaltsdauer zu planen und daher die erforderliche technische Ausrüstung, Ersatzkleidung, Lebensmittel und möglicherweise Biwak Ausrüstung bereitzustellen und mitzuführen.

Wenn Sie morphologisch komplizierte Höhlensysteme (unterirdische Labyrinthe) besuchen, zum Beispiel das Höhlensystem von Đula, Medvednica, Jopićeva špilja, die Höhle im Steinbruch Tounj usw., brauchen Sie einen Höhlenplan, damit Sie sich unter der Oberfläche orientieren können und auf jeden Fall die Begleitung von erfahrenen Höhlenforschern.

Wenn es sich um eine Forschungsexpedition handelt, sollten Literaturdaten zu speläologischen Objekten in der Umgebung untersucht werden. Auf Grund der gesammelten Informationen bestimmen Sie die technische Ausrüstung, Biwak Ausrüstung im Untergrund, dem Aufenthalt im Basislager und den Bedarf an Ersatzausrüstung und Lebensmitteln.

 

In der Höhle:

  • Passen Sie die Bewegung im Untergrund an das langsamste Mitglied des Teams an.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie immer Ersatzbeleuchtung und ausreichend Karbid für die Lampen haben.
  • Für die Reservebeleuchtung empfehlen wir aufgrund der Langlebigkeit eine LED-Beleuchtung (mit LEDs).
  • Wenn Ihre Beleuchtung ausfällt, bewegen Sie sich nicht, sondern warten Sie, bis jemand aus dem Team Ihren Raum beleuchtet.
  • Tragen Sie immer ein Taschenmesser und eine Sturmhaube bei sich sowie für längere Aufenthalte Ersatzkleidung, Socken und Handschuhe.
  • Mindestens drei Personen sollten zu Höhlenwandern gehen, insbesondere bei größeren Höhlen. Wenn eine Person verletzt ist, bleibt jemand bei dem Verletzten und der dritte holt Hilfe, bzw. informiert die Höhlenrettung.
  • Verwenden Sie spezielle Bekleidung [PVC- oder Polyamid (z.B. Cordura) Overalls zur Höhlenforschung , Unterziehoverall, ausschließlich synthetische Unterwäsche und Fleece-Socken oder Füßlinge aus Neopren sowie Gummihandschuhe], da dies einen bequemeren, längeren und sichereren Aufenthalt ermöglicht.
  • Außer der üblichen persönlichen Ausrüstung (Riemen, Seilklemmen/Crolls, Steigbügelblocker, Abseilgerät, Nabelschnur und mehrere Karabiner) tragen Sie eine 5m lange Reep Schnur und eine Seilrolle.
  • Führen Sie immer eine Rettungsdecke mit sich und einen Erst Verband sowie ein paar Pflaster in Ihrem Helm.
  • Denken Sie daran, dass bei speläologischen Objekten immer Unterkühlung auftreten kann und dass es sehr wichtig ist, sich und / oder eine verletzte oder erschöpfte Person zu wärmen, wäh
  • Wenn Sie lange im Untergrund warten müssen, setzen Sie sich auf einen Transportsack oder auf etwas, das den Körper vom Boden isoliert, stellen Sie eine Karbidlampe mit einer Flamme zwischen Ihre Beine und wickeln Sie sich in eine Rettungsdecke.
  • Achten Sie bei Höhlen mit Schnee und Eis (Gruben auf Velebit, Dinara, Biokovo usw.) auf eisige Seile (verwenden Sie beim Abstieg unbedingt einen zusätzlichen Karabiner mit einem Abseilgerät), das Abbrechen und herabstürzen von Eis, ebenso auf Erfrierungen an Fingern und Zehen.

Wassersport

Wasser ist für uns eine Art Lebenselixier, aber aufgrund der Gefahren, die in und auf Flüssen, Bächen, Seen und Meeren lauern, kann es leicht zu unserem "Feind" werden.

Wildwasserretter und Instruktoren raten:

  • Respektieren Sie das Wasser (Flüsse, Seen, das Meer) und seien Sie sich der Gefahren bewusst. Wasser brauchen wir zum Leben, aber Wasser kann sehr leicht zu unserem Feind werden.
  • Paddeln Sie nie allein. Hinterlassen Sie stets, wohin und bis wann Sie unterwegs sein wollen.
  • Erkundigen Sie sich über die Gefahren der Gewässer – Wasserstand, besonders gefährliche Strecken wie Canyons, Kaskaden, Travertin Barrieren und Wasserfälle.
  • Vermeiden Sie paddeln bei Hochwasser und Überschwemmungen, insbesondere bei Nacht.
  • erkundigen Sie sich bei mehrtägigen Touren über die Wettervorhersage und den Wasserstand vorher auf http://vodostaji.voda.hr/
  • Regelmäßig trinken, ausreichend Wasser mitnehmen. In den Sommermonaten kann es bei hohen Temperaturen leicht zu einer Dehydration kommen.
  • Konsumieren Sie keine alkoholischen Getränke während oder vor dem Paddeln
  • Stellen Sie sicher, dass Sie Erste Hilfe Notfall Trocken Beutel bei sich haben.
  • Dekontaminieren Sie sich nach dem Verlassen des Wassers, insbesondere vor dem Essen
  • Bewahren Sie Lebensmittel, Energieriegel usw. in einem Trocken Beutel oder einem wasserdichten Fass. Stellen Sie sicher, dass mindestens ein Mobiltelefon mit vollem Akku in der Gruppe ist.
  • Bei Paddeln ist die Verwendung von Schutzausrüstung – Helm und Schwimmweste – obligatorisch
  • Verwenden Sie polarisierende Sonnenbrillen, die eine bessere Wahrnehmung von Details im Wasser und darüber ermöglichen und gleichzeitig vor UV-Strahlen und Ästen schützen.
  • Schützen Sie sich vor der Sonne, Die Sonnenstrahlen werden viel stärker auf der Wasseroberfläche reflektiert.
  • Wenn sich ein Unfall in Badebereich ereignet, in dem sich ein Rettungsdienst befindet, muss dies unverzüglich gemeldet werden.
  • Bei der Planung verschiedener humanitärer, sportlicher und kommerzieller Veranstaltungen, an denen eine große Anzahl von Teilnehmern teilnimmt, müssen professionelle Rettungsschwimmer und lizenzierte Führer (Skipper) hinzugezogen werden. Das Rettungsdienstteam vor Ort informiert, die Veranstaltung der Polizei gemeldet und die Genehmigung der zuständigen Hafenbehörde eingeholt werden.
  • Im Grenzgebiet zu den Nachbarländern ist es obligatorisch, sich bei der nächstgelegenen Polizeistation zu melden, die Beamten über die Anzahl der Teilnehmer, die Bewegungsrichtung und die geplanten Aktivitäten zu informieren.
  • Rufen Sie im Falle eines Unfalls oder Problems sofort die Notrufnummer 112 an, bestimmen Sie den Ort, beschreiben Sie, was passiert ist und wie viele Teilnehmer es gibt – gehen Sie niemals ohne professionelle Aufsicht in komplizierte unabhängige Rettungsaktionen.
  • Respektieren Sie unsere Bäche, Flüsse und Seen, lassen Sie keine Abfälle zurück, werfen Sie keine Abfälle in die Gewässer. Benehmen Sie sich verantwortungsbewusst der Natur gegenüber.

Höhlentauchen

Vor dem Tauchgang sollten Sie die Ausrüstung gut vorbereiten, aber Sie selbst müssen auch auf alle Zwischenfälle gut vorbereitet sein. Nicht alle Zwischenfälle enden mit dem Tod, aber aufgrund des enormen Stresses, können Situationen, die harmlos beginnen, tragisch enden.

Vorbereitung vor dem Tauchen:

  • Obligatorische Verwendung von Ariadne-Faden (Führungsleine), egal wie einfach das Objekt ist. Empfohlene Länge 70 m und mehr, Dicke bis zu 4 mm.
  • Obligatorische Verwendung zur persönlichen Sicherheit Ariadne-Faden 15 m Länge
  • Bei starkem Wasserfluss muss der Ariadne-Faden mindestens 8 mm oder dicker sein
  • Obligatorische Verwendung eines Tauchcomputers, einer Uhr und eines Tiefenmessers.
  • Keine Schnorchel tragen wegen möglicher Verwicklungen
  • Tragen Sie eine Ersatzmaske um Ihren Hals.
  • Die Mindestluftmenge in den Tauchtanks beträgt 2000 Liter.
  • Obligatorischer Schutz der Flaschen Ventilgruppe, um zu vermeiden, dass die Ventilgruppe die Siphondecke berührt.
  • Obligatorische Verwendung eines Reserve Atemregler (Oktopus reicht nicht aus), d.h. zwei separate Regler an zwei separaten Ventilen (vorzugsweise zwei vollständig getrennte Flaschen).
  • DIN-Steckverbinder sind viel besser und sicherer als INT-Steckverbinder.
  • Befestigen Sie den zweiten Atemregler irgendwo im Brustbereich, am besten um den Hals.
  • Beide Manometer sind irgendwo im Brustbereich angebracht, wo wir sie frei zugänglich haben
  • Richtige Auswahl der Anzugdicke in Abhängigkeit von der Wassertemperatur, um einer Unterkühlung vorzubeugen.
  • Bleigürtelschnallen sind nicht geeignet, da der Bleiabwurf uns in die Decke treibt und uns daran hindert, die Höhle zu verlassen.
  • Es ist zu empfehlen, die Schnalle nach hinten zu drehen, damit sich der Bleiriemen nicht versehentlich löst.
  • Obligatorische Verwendung eines Schutzhelms, der normalerweise als Lichtträger dient.
  • Obligatorische Verwendung von mindestens drei unabhängigen Lichtquellen.
  • Eine Lichtquelle muss sich auf den Batteriepatronen befinden, in die die neuen Patronen für jeden neuen Tauchgang eingesetzt werden.
  • Ein Tauchmesser oder eine Schere, die sich mit einer Hand benutzen lassen, mitbringen.
  • Es werden kürzere Flossen verwendet.
  • Bringen Sie, wegen möglicher Kommunikationsprobleme, eine Unterwasser Schreibtafel mit.
  • Beim Anziehen ist es gut, eine standardisierte Reihenfolge zu befolgen und mit der Ausrüstung akribisch umzugehen, damit kein Gerät vergessen wird oder etwas falsch funktioniert.
  • Tauchpartner ziehen sich immer gleichzeitig an, damit sie nicht zu lange aufeinander warten, weil sie sich unterkühlen oder überhitzen können, was zusätzlichen Stress verursacht.
  • Ein nüchterner und umsichtiger Kopf ist der wichtigste Teil der Ausrüstung, den wir benötigen!!!

 

Verhalten beim Tauchen:

Am Eingang der Höhle müssen wir den Ariadne-Faden fest an einer Stelle befestigen, an der wir frei austauchen können, und ihn nicht versehentlich beim Tauchgang lösen.

Stellen Sie am Eingang der Höhle (unter Wasser) einen festen Ankerplatz auf, damit wir für den Fall, dass jemand von außen den Faden löst, immer noch unter die Eintauchstelle gelangen können.

Der Flossenschlag des Tauchers kann Sedimente am Höhlenboden aufwirbeln, insbesondere in den Siphons.

Die richtige Position ist mit den Füßen leicht nach oben und dem Kopf leicht nach unten, was genau das Gegenteil von dem ist, was wir normalerweise im offenen Wasser praktizieren.

Die Schwimmtechniken unterscheiden sich grundlegend von denen in offenen Gewässern, z. B. das Abdrücken der Decke mit den Füßen (Gehen an der Decke), um die Trübung zu verringern.

Ständige Aufrechterhaltung der Fadenspannung.

Richtiges Dehnen in der Mitte des Kanals und Befestigen, um die Spannung aufrechtzuerhalten, damit der Faden nicht in einen Riss oder Schlamm fällt.

Ordnungsgemäße Verwendung eines Drittels der Luft (ein Drittel für den Aufstieg, eines für die Rückgabe und ein Drittel verbleibt in Reserveflaschen und wird nicht verwendet)!

 

Verhalten in Höhlen hinter dem Siphon:

Das Wichtigste ist, bei weiteren Forschungen hinter dem Durchtauchen des Siphons sehr vorsichtig zu sein, denn selbst eine geringfügige Verletzung, die draußen nicht wichtig wäre, macht es an einem solchen Ort unmöglich, aus der Höhle herauszukommen.

Wenn Sie sich der Tauchausrüstung entledigen, um weitere Höhlenforschungen anstellen, stellen Sie sicher, dass Sie die Tauchausrüstung über den Wasserspiegel heben und sichern, damit Sie im Falle einer unerwarteten Wasserspiegel Anhebung nicht ohne Tauchausrüstung sind und sich somit die Möglichkeit nehmen, die Höhle alleine zu verlassen.

Mountainbiking

Diese Sicherheitstipps richten sich an alle Mountainbike Fahrer, unabhängig vom Gelände, auf dem sie fahren, oder dem Engagement für diesen Sport.

Durch eine angemessene Ausbildung und Beachtung bestimmter Regeln können viele der subjektiven und objektiven Gefahren, die ein wesentlicher Bestandteil dieses Sports sind, reduziert werden. Auf diese Weise tragen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit, aber auch zur Sicherheit der gesamten Gruppe bei.

Mit guten Erste-Hilfe Kenntnissen über die verschiedenen möglichen Verletzungen und der entsprechenden Ausrüstung kann die verletzte Person mit den richtigen Hilfe Maßnahmen versorgt werden, bis die Rettungskräfte eintreffen. Mit diesen Kenntnissen ist es Ihnen auch möglich, leichter Verletzte so zu versorgen, dass diese in der Lage sind, selbst wieder weiterfahren zu können.

Individuelle Fahrt

Informieren Sie jemanden über Ihren Routenplan und die ungefähre Ankunftszeit am Ziel oder verwenden Sie Google Location Sharing oder eine ähnliche App, so dass die Person, der Sie vertrauen, Ihren Bewegungsverlauf verfolgen kann.

Gruppenfahrt

Informieren Sie die Mitglieder der Gruppe, wenn Sie an einer chronischen Krankheit oder Allergie leiden, für die Sie erforderliche Medikamente einnehmen müssen und stellen Sie sicher, dass die Medikamente verfügbar sind.

Auf diese Ausrüstung sollten Sie bei einer Tour auf keinen Fall verzichten:

  • Erste-Hilfe-Tasche
  • Signalpfeife (leicht zugänglich)
  • Voller Akku auf dem Handy
  • Crash-Sensor (z. B. ANGi) / Fahrradcomputer, der mit der Option an Ihr Mobiltelefon angeschlossen ist, einen vorher festgelegten Benutzer anzurufen
  • Lernen Sie, die Koordinaten auf dem GPS zu lesen, damit sie Ihren genauen Standort bestimmen können, oder installieren Sie eine der kostenlosen Apps, die Ihre aktuellen Koordinaten anzeigt
  • Tragen Sie immer etwas Süßes (Schokolade, Süssigkeiten, Müsliriegel usw.) und etwas Salziges (z. B. etwas Salz) bei sich
  • Haben Sie immer ausreichend Getränke dabei (Wasser, isotonische Getränke)
  • Wenn Sie allergisch sind, nehmen Sie die verschriebene Allergietherapie mit.
  • Wenn Sie an einer chronischen Krankheit oder Allergie leiden, schreiben Sie dieses als Information gut sichtbar für den Rettungsdienst auf ein Blatt Papier in der Ersten-Hilfe-Tasche.

ALLGEMEINES:

  • Treten Sie einem örtlichen MTB Verein bei, um den Rat erfahrener Mitglieder zu erhalten
  • Machen Sie einen Erste-Hilfe Kurs Lernen Sie dabei alle Utensilien in Ihrer Erste-Hilfe-Tasche richtig anzuwenden
  • üben Sie Notfälle mit anderen Mitgliedern im MTB Verein und vertiefen Sie dadurch Ihre Erste-Hilfe Kenntnisse
  • Visualisieren Sie mögliche Szenarien und wie Sie am besten zu lösen sind
  • Wenden Sie sich an einen der örtlichen Rettungsdienste um Präsentationen, Schulungen und Vorträge zu Erster Hilfe innerhalb ihres MTB Vereins vor den Touren zu organisieren.
  • Jede funktionale Erste-Hilfe-Tasche muss mindestens Folgendes enthalten:
  • 1 Paar Nitril oder Latex Schutzhandschuhe (um sich vor Kontamination zu schützen)
  • Reinigungstücher zum desinfizieren der Hände
  • Wundschnellverband oder mehrteiliges fertiges Pflaster Set
  • 1 mittelgroßes Verbandpäckchen (steril)
  • 1 großes Verbandpäckchen (steril)
  • ein Paar sterile Kompressen 7,5×7,5cm
  • Fixierbinden
  • Dreiecktuch
  • 1 Rolle Tape zum fixieren
  • 1 kleine Metallschere wenn Sie kein Taschenmesser mit Schere haben
  • Rettungsdecke (Schutz des Opfers vor Hitze oder Auskühlung)
  • Medikamente für den Eigenbedarf